Private Mitbenutzung

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Das Referendar-Urteil

Auch bei erheblicher Privatnutzung können Arbeitszimmer in Höhe des beruflichen beziehungsweise betrieblichen Nutzungsanteils steuerlich abgezogen werden.

So sieht es jedenfalls  das Finanzgericht (FG) Köln in seinem Urteil vom 19. Mai 2011 – 10 K 4126/09.

In dem Verfahren hatte ein Unternehmer den Abzug von 50 Prozent der Kosten für einen jeweils hälftig als Wohnzimmer und zur Erledigung seiner Büroarbeiten genutzten Raum beantragt. Der Senat gab der Klage grundsätzlich statt. Er beschränkte allerdings die steuerliche Anerkennung als Betriebsausgaben auf 1.250 Euro, da das Wohn-/Arbeitszimmer im Urteilsfall nicht den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen Tätigkeit darstellte. Der 10. Senat stützt seine Entscheidung im Wesentlichen auf den Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs zur Aufteilung von gemischt veranlassten Reisekosten vom 21. September 2009.

Der Senat hat die Revision zum Bundesfinanzhof zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zugelassen.

Praxistipp:

Das Urteil dürfte auch auf Referendare anwendbar sein. Daher in jedem Fall die anteiligen Kosten des Arbeitsbereichs unter Hinweis auf die Entscheidung des FG Köln beim Finanzamt anmelden. Wenn das Finanzamt dem Antrag nicht stattgibt, so wird es den Bescheid zu diesem Punkt vorläufig erteilen und bei Rechtskraft des BFH-Urteils eine abschließende Entscheidung treffen.


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