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± Strafrecht - Anklageschriften - Anklage - Versuch

Anklage - Versuch

Staatsanwaltschaft                                                                Köln, den 01.04.2010
(123 Js 45/10)

 

An das
Amtsgericht
- Strafrichter -
in Köln

 

Anklageschrift

 

Der Maurer Peter Schmidt,
geboren am 01.02.1983 in Köln,
wohnhaft Ehrenstraße 66 in 50672 Köln,
ledig, deutscher Staatsangehöriger, 

- Verteidiger: Rechtsanwalt Paul Müller, Martinstraße 21, 50672 Köln, Vollmacht Bl. 6 d. A. - 

wird angeklagt, 

am 31.12.2009 in Köln 

versucht zu haben, eine andere Person körperlich zu misshandeln. 

Dem Angeschuldigten wird Folgendes zur  Last gelegt:

Am 30.12.2009 betrat der Angeschuldigte gegen 20.00 Uhr die Gaststätte „Pollo Locco“ in der Engelbertstraße in Köln. Nachdem er an der Theke fünf Kölsch getrunken hatte, geriet er mit dem Wirt, dem Geschädigten Meier, in einen Streit über die noch offene Rechnung des Angeschuldigten. Der Angeschuldigte stand von seinem Hocker auf, versuchte das Lokal zu verlassen und teilte dem Wirt mit, dass er seinen Deckel auf keinen Fall bezahlen werde. Als der Geschädigte den Angeschuldigten am Arm packte, um diesen am Verlassen zu hindern, schlug dieser unvermittelt mit der Faust Richtung Gesicht des Geschädigten, diesem gelang es jedoch noch dem Schlag auszuweichen.   

Der Angeschuldigte ließ sodann von dem Geschädigten ab und flüchtete aus dem Lokal. 

Vergehen, strafbar gemäß §§ 223, 230, 22, 23 StGB. 

Strafantrag ist – soweit erforderlich - durch den Berechtigten am 01.01.2010 rechtzeitig gestellt worden. 

Beweismittel:

I. geständige Einlassung des Beschuldigten

II. Zeugen:
1. Hans Meier, Engelbertstraße 2 in 50674 Köln
2. Richard Voigt, Hauptstraße 1, 50674 Köln
3. Kurt Hohmann, Sandstraße 33, 50690 Köln 

Wesentliches Ergebnis der Ermittlungen:

I. Zur Person:

Der Angeschuldigte ist gelernter Maurer und ist seit vier Jahren in dem Meisterbetrieb angestellt, in dem er auch seine Ausbildung absolviert hat. Ihm stehen monatlich 1.500 € netto zur Verfügung. Strafrechtlich ist er bisher nicht in Erscheinung getreten. 

II. Zur Sache:

Der Angeschuldigte hat die ihm zur Last gelegte Tat, wegen derer Einzelheiten auf den konkreten Anklagesatz Bezug genommen wird, eingeräumt und sich ergänzend dahingehend eingelassen, dass er am Tattag zuvor einen heftigen Streit mit seiner Freundin gehabt habe, deshalb sehr gereizt und zudem leicht alkoholisiert gewesen sei.

Diese Einlassung wird bestätigt durch den Zeugen Voigt, der kurz vor der Tat mit dem Angeschuldigten an der Theke gesprochen hat.

Er sei sodann von dem Tatort geflohen, weil er einer Strafverfolgung entgehen wollte. Am Tag nach der Tat hat sich der Angeschuldigte bei dem Geschädigten entschuldigt und sich der Polizei gestellt.

 

Es wird beantragt,

das Hauptverfahren vor dem Amtsgericht – Strafrichter – in Köln zu eröffnen.

 

 (Schmitz)
Staatsanwalt  

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