Niedersachen

PDFDruckenE-Mail

Bewerbungen

Das Referendariat in Niedersachen

I. Ausbildungsvorschriften II. Einstellungs- und Ausbildungsgerichte

Oberlandesgericht Braunschweig
Bankplatz 6
38100 Braunschweig
http://www.oberlandesgericht braunschweig.niedersachsen.de

Mit den Ausbildungs - Landgerichten:
Braunschweig
Göttingen

Oberlandesgericht Celle
Schlossplatz 2
29221 Celle
http://www.oberlandesgerichtcelle.niedersachsen.de

Mit den Ausbildungs - Landgerichten:
Bückeburg
Hannover
Hildesheim
Lüneburg
Stade
Verden

Oberlandesgericht Oldenburg
Postfach 2151
26014 Oldenburg
http://www.oberlandesgericht oldenburg.niedersachsen.de/master/C4815381_L20_D0.html

Mit den Ausbildungs - Landgerichten:
Aurich
Oldenburg
Osnabrück

III. Von der Bewerbung bis zur Einstellung

Einstellungskriterien
Voraussetzung ist ein bestandenes 1. Staatsexamen.
Maßgeblich für die Länge der Wartezeit sind die Note des ersten Staatsexamens, ggf. das Vorliegen eines Härtefalles sowie die Wartezeit („Wartepunkte“) des Bewerbers, wobei sich hier das Ableisten von Wehr- oder Zivildienst auszahlt. Sollten für Euch mehrere OLG- Bezirke in Betracht kommen, müsst Ihr Euch bei diesen jeweils extra bewerben. Danach erhaltet Ihr ein Angebot für einen Referendariatsplatz.

Bewerbungsunterlagen
Die OLGe stellen auf ihren Internetseiten Vordrucke zur Verfügung http://cdl.niedersachsen.de/ die auszufüllen sind. Als Bewerbungsunterlagen sind bei dem Gericht, bei dem man sich bewerben möchte, einzureichen:

· beglaubigte Ablichtung des Zeugnisses des Ersten Staatsexamens
· ein eigenhändig unterschriebener Lebenslauf
· eine beglaubigte Kopie der Geburtsurkunde sowie eine einfache Kopie
· ggf. Bescheinigung über die Ableistung von Wehr- oder Zivildienst
· ggf. weiter Personenstandsurkunden
· ein Führungszeugnis der Belegart „0“

Bei dem OLG Celle ist zudem ein eingeschränktes elektronisches Bewerbungsverfahren möglich: http://app.olg ce.niedersachsen.de/egrade/Bewerber_Online/Bewerbung.php

Zusätzlich kann der Bewerber Termin- und Ortswünsche angeben, die allerdings nicht unbedingt berücksichtigt werden.

Achtung: In Niedersachsen werden nur viermal jährlich, nämlich jeweils zum 01.03.; 01.06.; 01.09.; 01.12., Referendare eingestellt.

Das Verfahren nach der Bewerbung
Einige Wochen vor dem Einstellungstermin bekommt Ihr dann ein Angebot für einen Referendariatsplatz, das Ihr schriftlich annehmen müsst.

Wichtig:
Solltet Ihr das Angebot ausschlagen, verliert Ihr alle „Wartepunkte“ für alle Bezirke des Landes. Außerdem sollte die Bewerbung spätestens zwei Monate, aber auch höchstens fünf Monate vor dem Einstellungstermin eingereicht werden!!

Anstellung und Vergütung

Status „öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis“.
Grundvergütung ca. 960, 00 € (80% des Anwärtergrundbetrages)
Weihnachts- und Urlaubsgeld -
Vermögenswirksame Leistungen -
Familienzuschlag 111,70 €


IV. Ablauf (vom ersten Tag bis zum Examen)

Der erste Tag / Dresscode
Vorbemerkung:
Euer „Lieblings-„Ansprechpartner“ im gesamten Referendariat wird die Referendarabteilung der Stammdienststelle sein. Von dieser erhaltet Ihr vor Beginn des Referendariats eine Nachricht, in der mitgeteilt wird, wann und wo Ihr Euch einzufinden habt. Meist ist dies das Landgericht.

Einen festgelegten Ablauf gibt es nicht, allerdings Erfahrungswerte:
Nach einer offiziellen Begrüßung werden meist die Formalia abgehandelt, das heißt, man wird förmlich in das „öffentlich-rechtliche Ausbildungsverhältnis“ aufgenommen und zur Verschwiegenheit verpflichtet. Danach wird der AG-Leiter für die Zivilrechtsstation vorgestellt. Die AG beginnt i. d. R. mit dem Kennenlernen der Referendarskollegen durch eine Vorstellungsrunde.

Ob danach schon sofort der erste Unterricht erfolgt, ist von Landgericht zu Landgericht (und von AG-Leiter zu AG-Leiter) sehr unterschiedlich. Um nicht dumm aufzufallen, empfiehlt es sich schon, rein Vorsorge halber mit Schreibutensilien und Schönfelder bewaffnet zu sein.

Schließlich noch ein Wort zum Dresscode:
Heute reicht es vollkommen, „normal“ gekleidet zu erscheinen, also mit Hemd / Bluse und einer ordentlichen Jeans. Dennoch: nach einem abgeschlossenen Studium kann – je nach innerer Einstellung – der Beginn des Referendariats schon etwas Besonderes bedeuten. Das darf sich dann für einen selbst auch in der Kleidung widerspiegeln, muss aber nicht…

Die einzelnen Stationen / Dresscode
Vorbemerkung:
Euer „Lieblings-„Ansprechpartner“ im gesamten Referendariat, die Referendarabteilung der Stammdienststelle, lenkt und leitet Euch mittels „Zuteilungen“ durch die Ausbildung. Vor Beginn der jeweiligen Stage erhaltet Ihr eine Mitteilung über den nächsten Ausbildungsabschnitt, wer der Ausbilder ist und wann und wo man sich bei diesem einzufinden hat.

Nochmals Dresscode:
Natürlich ist jeder selbst für sich verantwortlich und wird in ordentlicher Kleidung (Hemd, Bluse, normale Jeans) keinen Schiffbruch erleiden. Gleichwohl wird an Sitzungstagen schon erwartet, dass „Mann“ Anzug und die Dame Vergleichbares trägt. Schließlich sitzt man neben einem „Spruchkörper“

1. - 5. Monat: Zivilrechtsstation
  • Zu Beginn der Station findet ein Einführungslehrgang statt
  • danach wird die Ausbildung an einem ordentlichen Gericht für Zivilsachen weiterhin regelmäßig und fortlaufend von einer Arbeitsgemeinschaft begleitet
6. - 8. Monat: Strafrechtsstation
  • Die ersten 2 Wochen Einführungslehrgang
  • danach 1 x wöchentlich AG und i. d. R. Zuweisung und Ausbildung bei einem Staatsanwalt, evtl. aber auch bei einem Strafrichter
9. - 11. Monat: Verwaltungsstation
  • einwöchiger Einführungslehrgang
  • wöchentlich AG; Ausbildung bei einer Kommunalverwaltung (Stadt, Kreis, Bezirksregierung);
  • Alternativ: Auslandsaufenthalt bei einer Botschaft, die Ausbildung bei einer Handels- oder Handwerkskammer, Studium in Speyer etc.
12. – 20. Monat: Anwaltsstation
  • Eine Woche Einführungslehrgang; danach sowohl im vierten als auch im siebten Monat der Station ein einwöchiger Lehrgang
  • Danach: 1 x wöchentlich Fortgeschrittenen-AG (alle drei Rechtsgebiete) und Ausbildung bei einem Anwalt, den man sich selbst sucht
  • Alternativ: eine Station bis zu 3 Monate in der Rechtsabteilung eines Unternehmens oder beim Notar
im 21. Monat: schriftliches Examen

22. - 24. Monat: Wahlstation
Freie Ausbildung - Hauptsache ist, dass die Ausbildung annähernd etwas mit Juristischem zu tun hat. Die Ausbildungsstelle muss man sich selbst suchen. In dieser Station sind vor allem Auslandsaufenthalte möglich und beliebt.

ca. im 4. Monat nach den Klausuren
die mündliche Prüfung

V. Das schriftliche Examen

Allgemeines

Umfang: 8 Klausuren (4 Zivilrechts-, 1 Strafrechts- und 2 Ö-Rechts Klausuren, sowie 1 Straf- oder Ö- Rechtsklausur nach Wahl des Kandidaten).
Dauer: Innerhalb von 11 Tagen am Anfang des 21. Ausbildungsmonats.
Inhalt: In der Regel Urteile oder andere gerichtliche Entscheidungen, häufig aber auch Aufbereitung von Sachverhalten aus anwaltlicher Sicht und den Mandanten daraufhin zu beraten.
Hilfsmittel: Zugelassen sind 4 Kommentare (Palandt, Thomas/Putzo, Fischer, Meyer-Goßner). Es empfiehlt sich in jeden Fall die neuesten Auflagen zu haben.

VI. Die mündliche Prüfung

Im Anschluss an die Klausuren folgt im 4. Monat danach dann die abschließende mündliche Prüfung.

Inhalt: Ein Aktenvortrag aus Eurem Schwerpunktsbereich sowie ein fächerübergreifendes Prüfungsgespräch.

Dies ist ein selbst aufbauendes Verzeichnis. Bitte meldet uns, wenn sich etwas verändert hat.
Abweichungen oder Änderungen bitte melden

Favoriten Twitter Facebook Myspace Stumbleupon Digg MR. Wong Technorati aol blogger google reddit Yahoo
 
Kommentare (0)

Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

Noch kein Benutzerkonto? Registrieren

Banner
 
Copyright © 2017 anwaltmagazin.de. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.