Mecklenburg-Vorpommern

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Bewerbungen

Das Referendariat in Mecklenburg-Vorpommern



I. Ausbildungsvorschriften
II. Einstellungs- und Ausbildungsgerichte

An den Präsidenten des
Oberlandesgerichts Rostock
- Personalstelle für Referendare -
18055 Rostock
http://www.mv-justiz.de/pages/ordent_gerichte/olg_hro.htm

Mit den Ausbildungs - Landgerichten:
Neubrandenburg
Rostock
Schwerin
Stralsund

III. Von der Bewerbung bis zur Einstellung

Einstellungskriterien
Bestandenes 1. Staatsexamen, das nicht älter als 4 Jahre sein sollte. Wenn der Bewerber in dieser Zeit jedoch einer juristischen Tätigkeit nachgegangen ist, können im Einzelfall auch Ausnahmen gemacht werden. Maßgeblich für die Länge der Wartezeit sind die Note des ersten Staatsexamens, ggf. das Vorliegen eines Härtefalles sowie die Wartezeit („Wartepunkte“) des Bewerbers, wobei sich hier das Ableisten von Wehr- oder Zivildienst auszahlt.

Bewerbungsunterlagen
Das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern stellt auf seiner Internetseite Vordrucke zur Verfügung http://www.regierung mv.de die auszufüllen sind. Dem Antrag auf Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst sind folgende Unterlagen beizufügen:

· beglaubigte Ablichtung des Zeugnisses des Ersten Staatsexamens
· ein unterschriebener (tabellarischer) Lebenslauf mit Lichtbild in Passbildgröße
· eine Erklärung über staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren oder Disziplinarverfahren gegen die eigene Person
· ein aktuelles Führungszeugnis der Belegart „0“ (muss nur beantragt sein zum Ztp. der Bewerbung)
· ggf. eine beglaubigte Ablichtung der Dienstzeitbescheinigung (Wehr- und Zivildienst)
· beglaubigte Kopie des Personalausweises oder des Reisepasses
· ausgefüllte Anlagen nebst Personalbogen, die ihr unter dem obigen Link findet

Achtung: In Mecklenburg-Vorpommern werden zweimal jährlich, nämlich zum 01. Juni und zum 01. Dezember Referendare eingestellt.

Das Verfahren nach der Bewerbung
Einige Wochen vor dem Einstellungstermin bekommt Ihr dann schriftlich einen konkreten Platz angeboten, den Ihr innerhalb von 10 Tagen verbindlich annehmen müsst, ansonsten kommt der Platz auf die Liste für Nachrücker. In der Bewerbung können und sollen mehrere Ortswünsche angegeben werden, die jedoch nicht immer berücksichtigt werden können. Die Bewerbung gilt immer für den gesamten Bezirk des OLG Rostock.

Anstellung und Vergütung

Status öffentlich- rechtliches Ausbildungsverhältnis
Grundvergütung 875, 00 €
Weihnachts- und Urlaubsgeld -
Vermögenswirksame Leistungen -
Familienzuschlag ca. 100 €


IV. Ablauf (vom ersten Tag bis zum Examen)

Der erste Tag / Dresscode
Vorbemerkung:
Euer „Lieblings-„Ansprechpartner“ im gesamten Referendariat wird die Referendarabteilung der Stammdienststelle sein. Von dieser erhaltet Ihr vor Beginn des Referendariats eine Nachricht, in der mitgeteilt wird, wann und wo Ihr Euch einzufinden habt. Meist ist dies das Landgericht.

Einen festgelegten Ablauf gibt es nicht, allerdings Erfahrungswerte:
Nach einer offiziellen Begrüßung werden meist die Formalia abgehandelt, das heißt, man wird förmlich in das „öffentlich-rechtliche Ausbildungsverhältnis“ aufgenommen und zur Verschwiegenheit verpflichtet. Danach wird der AG-Leiter für die Zivilrechtsstation vorgestellt. Die AG beginnt i. d. R. mit dem Kennenlernen der Referendarskollegen durch eine Vorstellungsrunde.

Ob danach schon sofort der erste Unterricht erfolgt, ist von Landgericht zu Landgericht (und von AG-Leiter zu AG-Leiter) sehr unterschiedlich. Um nicht dumm aufzufallen, empfiehlt es sich schon, rein Vorsorge halber mit Schreibutensilien und Schönfelder bewaffnet zu sein.

Schließlich noch ein Wort zum Dresscode:
Heute reicht es vollkommen, „normal“ gekleidet zu erscheinen, also mit Hemd / Bluse und einer ordentlichen Jeans. Dennoch: nach einem abgeschlossenen Studium kann – je nach innerer Einstellung – der Beginn des Referendariats schon etwas Besonderes bedeuten. Das darf sich dann für einen selbst auch in der Kleidung widerspiegeln, muss aber nicht…

Die einzelnen Stationen / Dresscode
Vorbemerkung:
Euer „Lieblings-„Ansprechpartner“ im gesamten Referendariat, die Referendarabteilung der Stammdienststelle, lenkt und leitet Euch mittels „Zuteilungen“ durch die Ausbildung. Vor Beginn der jeweiligen Stage erhaltet Ihr eine Mitteilung über den nächsten Ausbildungsabschnitt, wer der Ausbilder ist und wann und wo man sich bei diesem einzufinden hat.

Nochmals Dresscode:
Natürlich ist jeder selbst für sich verantwortlich und wird in ordentlicher Kleidung (Hemd, Bluse, normale Jeans) keinen Schiffbruch erleiden. Gleichwohl wird an Sitzungstagen schon erwartet, dass „Mann“ Anzug und die Dame Vergleichbares trägt. Schließlich sitzt man neben einem „Spruchkörper“

1. - 5. Monat: Zivilrechtsstation
  • Zu Beginn der Station findet ein zweiwöchiger Einführungslehrgang statt
  • danach wird die Ausbildung an einem ordentlichen Gericht für Zivilsachen weiterhin regelmäßig und fortlaufend von einer Arbeitsgemeinschaft begleitet
6. - 8. Monat: Verwaltungsstation
  • zweiwöchiger Einführungslehrgang
  • wöchentlich AG; Ausbildung bei einer Verwaltungsbehörde
  • Alternativ: Studium an der Verwaltungshochschule in Speyer
9. - 12. Monat: Strafrechtsstation
  • einwöchiger Einführungslehrgang
  • danach wöchentlich AG und i. d. R. Zuweisung und Ausbildung bei einem Staatsanwalt, evtl. aber auch bei einem Strafrichter
13. - 21. Monat: Anwaltsstation
  • Einführungslehrgang
  • Danach regelmäßig AG und Ausbildung bei einem Anwalt, den man sich selbst sucht
  • Alternativ: eine Station bis zu 3 Monate in der Rechtsabteilung eines Unternehmens oder beim Notar
im 21. Monat: schriftliches Examen

22.-24. Monat: Wahlstation
Freie Ausbildung - Hauptsache ist, dass die Ausbildung annähernd etwas mit Juristischem zu tun hat. Die Ausbildungsstelle muss man sich selbst suchen. In dieser Station sind vor allem Auslandsaufenthalte möglich und beliebt.

ca. im 4. Monat nach den Klausuren
die mündliche Prüfung

V. Das schriftliche Examen

Allgemeines

Umfang: 8 Klausuren (4 Zivilrechts-, 2 Strafrechts- und 2 Ö-Rechts Klausuren sowie 1 weitere Klausur aus einem dieser Gebiete nach Wahl des Kandidaten)
Dauer: Innerhalb von 14 Tagen am Anfang des 21. Ausbildungsmonats.
Inhalt: In der Regel Urteile oder andere gerichtliche Entscheidungen, häufig aber auch Aufbereitung von Sachverhalten aus anwaltlicher Sicht und den Mandanten daraufhin zu beraten.
Hilfsmittel: Zugelassen sind 7 Kommentare (Palandt, Thomas/Putzo, Fischer, Meyer-Goßner, Kopp/Schenke, Kopp/Ramsauer und Baumbach/Hopt). Es empfiehlt sich in jeden Fall die neuesten Auflagen zu haben.


VI. Die mündliche Prüfung

Im Anschluss an die Klausuren folgt im 4. Monat danach dann die abschließende mündliche Prüfung.

Inhalt: Ein Aktenvortrag, den man i. d. R. bereits in der AG übt sowie ein fächerübergreifendes Prüfungsgespräch.

Dies ist ein selbst aufbauendes Verzeichnis. Bitte meldet uns, wenn sich etwas verändert hat.
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