Hamburg

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Bewerbungen

Das Referendariat in Hamburg


I. Ausbildungsvorschriften
II. Einstellungs- und Ausbildungsgerichte

An das Hanseatische
Oberlandesgericht Hamburg
Personalstelle für Referendare
Dammtorwall 13
20354 Hamburg
http://justiz.hamburg.de/oberlandesgericht/

Mit dem Ausbildungs - Landgericht:
Hamburg

III. Von der Bewerbung bis zur Einstellung

Einstellungskriterien
Voraussetzung ist ein bestandenes 1. Staatsexamen.
Maßgeblich für die Länge der Wartezeit ist in Hamburg in erster Linie die Note des ersten Staatsexamens. Besondere Umstände wie die Erfüllung einer Dienstpflicht nach Art. 12 a GG, eine familiäre Bindung durch Kinder, eine Schwerbehinderung oder die Tatsache, dass man die erste Prüfung in Hamburg abgeleistet hat, steigert die erreichte Punktzahl jeweils um Eins. Außerdem bekommt man für die Wartezeit von sechs Monaten je einen Punkt gutgeschrieben.

Bewerbungsunterlagen

Das OLG stellt auf seiner Internetseite Vordrucke zur Verfügung http://justiz.hamburg.de/einstellung/1289930/start.html die auszufüllen sind. Als Bewerbungsunterlagen sind einzureichen:

· ein Lebenslauf
· ein Einstellungsantrag
· beglaubigte Ablichtung des Zeugnisses des Ersten Staatsexamens
· beglaubigte Ablichtung der Geburtsurkunde
· eine Ablichtung des Personalausweises oder des Reisepasses
· beglaubigte Bescheinigung über die Ableistung von Wehr- oder Zivildienst
· vier Passbilder
· ein Führungszeugnis der Belegart „0“
· Erklärung über die wirtschaftlichen Verhältnisse sowie über Straf- und Disziplinarverfahren
· Erklärung über den Gesundheitszustand
· Mitgliedsbescheinigung der gesetzlichen Krankenkasse

In Hamburg werden alle zwei Monate beginnend mit dem Februar Referendare eingestellt. Die Einstellung erfolgt jeweils zum Monatsanfang.

Das Verfahren nach der Bewerbung Einige Wochen vor dem Einstellungstermin bekommt Ihr dann ein Angebot für einen Referendariatsplatz, das Ihr schriftlich annehmen müsst.

Wichtig: Solltet Ihr das Angebot ausschlagen, werdet Ihr wieder zurückgestellt. Solltet Ihr das nächste Angebot wieder ausschlagen, werdet Ihr aus dem Einstellungsverfahren genommen.

Anstellung und Vergütung

Status „öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis“.
Grundvergütung 900, 00 €
Weihnachts- und Urlaubsgeld -
Vermögenswirksame Leistungen -
Familienzuschlag -

IV. Ablauf (vom ersten Tag bis zum Examen)

Der erste Tag / Dresscode
Vorbemerkung:
Euer „Lieblings-„Ansprechpartner“ im gesamten Referendariat wird die Referendarabteilung der Stammdienststelle sein. Von dieser erhaltet Ihr vor Beginn des Referendariats eine Nachricht, in der mitgeteilt wird, wann und wo Ihr Euch einzufinden habt. Meist ist dies das Landgericht.

Einen festgelegten Ablauf gibt es nicht, allerdings Erfahrungswerte:
Nach einer offiziellen Begrüßung werden meist die Formalia abgehandelt, das heißt, man wird förmlich in das „öffentlich-rechtliche Ausbildungsverhältnis“ aufgenommen und zur Verschwiegenheit verpflichtet. Danach wird der AG-Leiter für die Zivilrechtsstation vorgestellt. Die AG beginnt i. d. R. mit dem Kennenlernen der Referendarskollegen durch eine Vorstellungsrunde.

Ob danach schon sofort der erste Unterricht erfolgt, ist von Landgericht zu Landgericht (und von AG-Leiter zu AG-Leiter) sehr unterschiedlich. Um nicht dumm aufzufallen, empfiehlt es sich schon, rein Vorsorge halber mit Schreibutensilien und Schönfelder bewaffnet zu sein.

Schließlich noch ein Wort zum Dresscode:
Heute reicht es vollkommen, „normal“ gekleidet zu erscheinen, also mit Hemd / Bluse und einer ordentlichen Jeans. Dennoch: nach einem abgeschlossenen Studium kann – je nach innerer Einstellung – der Beginn des Referendariats schon etwas Besonderes bedeuten. Das darf sich dann für einen selbst auch in der Kleidung widerspiegeln, muss aber nicht…

Die einzelnen Stationen / Dresscode
Vorbemerkung:
Euer „Lieblings-„Ansprechpartner“ im gesamten Referendariat, die Referendarabteilung der Stammdienststelle, lenkt und leitet Euch mittels „Zuteilungen“ durch die Ausbildung. Vor Beginn der jeweiligen Stage erhaltet Ihr eine Mitteilung über den nächsten Ausbildungsabschnitt, wer der Ausbilder ist und wann und wo man sich bei diesem einzufinden hat.

Nochmals Dresscode:
Natürlich ist jeder selbst für sich verantwortlich und wird in ordentlicher Kleidung (Hemd, Bluse, normale Jeans) keinen Schiffbruch erleiden. Gleichwohl wird an Sitzungstagen schon erwartet, dass „Mann“ Anzug und die Dame Vergleichbares trägt. Schließlich sitzt man neben einem „Spruchkörper“

1. - 3. Monat: Strafrechtsstation
  • fortlaufend begleitende Arbeitsgemeinschaft
  • Zuweisung und Ausbildung bei einem Staatsanwalt, evtl. aber auch bei einem Strafrichter
4. - 6. Monat: Zivilrechtsstation
  • Ausbildung an einem ordentlichen Gericht für Zivilsachen
  • fortlaufend begleitende Arbeitsgemeinschaft
7. - 9. Monat: Verwaltungsstation
  • Ausbildung bei einer Kommunalverwaltung (Stadt, Kreis, Bezirksregierung);
  • fortlaufend begleitende Arbeitsgemeinschaft
10. – 18. Monat: Anwaltsstation
  • Ausbildung bei einem Anwalt, den man sich selbst sucht Alternativ: eine Station bis zu 3 Monate in der Rechtsabteilung eines Unternehmens oder beim Notar
  • fortlaufend begleitende Arbeitsgemeinschaft
19. – 21. Monat: Wahlstation I
  • Freie Ausbildung - Hauptsache ist, dass die Ausbildung annähernd etwas mit Juristischem zu tun hat. Die Ausbildungsstelle muss man sich selbst suchen. In dieser Station sind vor allem Auslandsaufenthalte möglich und beliebt.
im 21. Monat: schriftliches Examen

22. - 24. Monat: Wahlstation II
Freie Ausbildung - Hauptsache ist, dass die Ausbildung annähernd etwas mit Juristischem zu tun hat. Die Ausbildungsstelle muss man sich selbst suchen. In dieser Station sind vor allem Auslandsaufenthalte möglich und beliebt.

ca. im 4. Monat nach den Klausuren
die mündliche Prüfung

V. Das schriftliche Examen

Allgemeines

Umfang: 8 Klausuren (4 Zivilrechts-, 2 Strafrechts- und 2 Ö-Rechts Klausuren)
Dauer: Innerhalb von 14 Tagen am Anfang des 21. Ausbildungsmonats.
Inhalt: In der Regel Urteile oder andere gerichtliche Entscheidungen, häufig aber auch Aufbereitung von Sachverhalten aus anwaltlicher Sicht und den Mandanten daraufhin zu beraten.
Hilfsmittel: Zugelassen sind 6 Kommentare (Palandt, Thomas/Putzo, Fischer, Meyer-Goßner, Kopp/Schenke und Kopp/Ramsauer). Es empfiehlt sich in jeden Fall die neuesten Auflagen zu haben.


VI. Die mündliche Prüfung


Im Anschluss an die Klausuren folgt im 4. Monat danach dann die abschließende mündliche Prüfung.

Inhalt: Ein Aktenvortrag aus Eurem Schwerpunktsbereich sowie ein fächerübergreifendes Prüfungsgespräch.

Dies ist ein selbst aufbauendes Verzeichnis. Bitte meldet uns, wenn sich etwas verändert hat.
Abweichungen oder Änderungen bitte melden


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