2. + 3. Versuch, Verbesserung

Die Wiederholung des 2. Staatsexamens / Notenverbesserung

 

Wer nach hartem Studium und Referendariat durchgefallen ist, der darf bei einem zweiten Versuch hoffen, je nach Bundesland manchmal auch bei einem 3. Anlauf.

Und die der Karriere förderlichen Notenverbesserung gibt es -ausgenommen Bayern- nirgendwo gratis, in Mecklenburg- Vorpommern übrigens überhaupt nicht.

 

Baden- Württemberg

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Dazu kann dem Referendar ein Ergänzungsvorbereitungsdienst vorgeschrieben werden. Hier wird der Prüfling bis zu 1 Jahr gezielt auf den Wiederholungsversuch vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 500 € erhoben.

3. Versuch: Auch wer durch den Wiederholungsversuch durchfällt, kann die Prüfungen nach § 59 II JAPrO wiederholen, wenn er in der Prüfung einen Durchschnitt von mindestens 3,75 Punkten erreicht hat und nachweist, dass ein besonderer Härtefall vorgelegen hat. Dieser dritte Versuch wird ohne vorherigen Ergänzungsvorbereitungsdienst abgelegt.

 

Bayern

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst 6 Monate gezielt vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Dies muss beim LJPA beantragt werden und ist in Bayern kostenlos.

3. Versuch: Auch wer durch den Wiederholungsversuch durchfällt, kann die Prüfungen nach § 70 II JAPO wiederholen, wenn er in einem der beiden Versuche mindestens 3,0 Punkte erreicht hat. Dieser dritte Versuch wird ohne vorherigen Ergänzungsvorbereitungsdienst abgelegt und ist in Bayern kostenlos. 

 

Berlin

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierauf wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst in 4  Monaten gezielt vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 600 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 32 II JAO ein „Gnadengesuch“ beim juristischen Prüfungsamt stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann in Einzelfällen gestattet werden, wenn ein Härtefall nachgewiesen wird und in der Prüfung ein Schnitt von mindestens 3,0 Punkten erreicht wurde.

 

Brandenburg

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst in 4 Monaten gezielt vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Dafür wird eine Verwaltungsgebühr von 600 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 32 II BbgJAO ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des LJPA stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann im Einzelfall gestattet werden, wenn der Prüfling einen Härtefall nachweist, der zum Nichtbestehen geführt hat und in der Prüfung einen Schnitt von mindestens 3,0 Punkten erreicht hat.

  

Bremen

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen fällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst von meist 4 Monaten gezielt vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 600 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 23 IV der Länderübereinkunft ( Bremen, Hamburg und Schleswig- Holstein ) ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des für ihn zuständigen OLG stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann im Einzelfall gestattet werden, wenn der Prüfling einen Härtefall nachweist, der zum Nichtbestehen geführt hat. Der Präsident des OLG bestimmt dabei die im Einzelfall notwendigen Auflagen; ein Ergänzungsvorbereitungsdienst findet nicht statt.

 

 Hamburg

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst in der Regel 3 Monate gezielt vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 600 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 23 IV der Länderübereinkunft ( Bremen, Hamburg und Schleswig- Holstein ) ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des für ihn zuständigen OLG stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann im Einzelfall gestattet werden, wenn der Prüfling einen Härtefall nachweist, der zum Nichtbestehen geführt hat. Der Präsident des OLG bestimmt dabei die im Einzelfall notwendigen Auflagen; ein Ergänzungsvorbereitungsdienst findet nicht statt.

  

Hessen

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst gezielt auf den Wiederholungsversuch vorbereitet. Über die Länge des Dienstes wird im Einzelfall entschieden. In der Regel werden es ca. 6 Monate. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 500 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 52 IV JAG ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des LJPA stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann im Einzelfall gestattet werden, wenn der Prüfling einen Härtefall nachweist, der zum Nichtbestehen geführt hat. Nach eigenen Angaben wird dem Gesuch allerdings nur extrem selten stattgegeben.

 

Mecklenburg- Vorpommern

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Dazu muss der Prüfling einen Ergänzungsvorbereitungsdienst absolvieren der in der Regel ca. 6 Monate dauert. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung nicht wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Es wird jedoch derzeit an einer Gesetzesänderung gearbeitet, wonach ein Verbesserungsversuch möglich werden soll.

3. Versuch: Einen 3. Versuch gibt es nicht.

  

Niedersachsen

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling zur Absolvierung eines Ergänzungsvorbereitungsdienstes verpflichtet, in dem der Prüfling gezielt auf die Prüfung vorbereitet wird. Die Dauer des Dienstes beträgt in der Regel ca. 6 Monate, wird aber im Einzelfall festgesetzt. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 400 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 17 II NJAG ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des LJPA stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann im Einzelfall gestattet werden, wenn der Prüfling einen Härtefall nachweist, der zum Nichtbestehen geführt hat. Dem Gesuch wird jedoch extrem selten stattgegeben und findet außerhalb eines Ausbildungsverhältnisses statt. 

  

Nordrhein- Westfalen

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu kann der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst zwischen 3 und 5 Monate gezielt vorbereitet werden. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 600 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 59 I JAG NRW ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des LJPA stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann im Einzelfall gestattet werden, wenn der Prüfling einen Härtefall nachweist, der zum Nichtbestehen geführt hat. Ein nochmaliger Ergänzungsvorbereitungsdienst findet nicht statt.

  

Rheinland- Pfalz

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst bis zu 6 Monate gezielt vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 400 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 7 V JAG ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des LJPA stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann im Einzelfall gestattet werden, wenn der Prüfling einen Härtefall nachweist, der zum Nichtbestehen geführt hat, bei der Wiederholungsprüfung mindestens 3,5 Punkte erreicht wurden und zu erwarten ist, dass die Prüfung bei nochmaligen Schreiben bestanden wird.

 

Saarland

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Der Prüfling muss dazu einen Ergänzungsvorbereitungsdienst von 6 Monaten absolvieren. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 256 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 34 I JAG einen Antrag bei dem Justizministerium stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann dem Prüfling gestattet werden, wenn das Vorliegen eines Härtefalls nachgewiesen wird und es hinreichend aussichtsreich erscheint, dass die Prüfung dann bestanden wird. Wenn dem Prüfling ein nochmaliges Widerholen gestattet wird, findet dieser außerhalb eines Ausbildungsverhältnisses statt.  

  

Sachsen

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst in 12 Monaten gezielt vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 450 € erhoben.

3. Versuch: Eine zweite Wiederholung der Prüfung kann nach § 54 II JAPO nur in absoluten Ausnahmefällen gestattet werden, wenn der Prüfling das Vorliegen eines Härtefalles nachweist. Dazu ist ein Antrag bei dem Präsidenten des LJPA zu stellen.

  

Sachsen- Anhalt

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Das LJPA kann dazu ein Ergänzungsvorbereitungsdienst von 6 Monaten vorschreiben. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von ca. 400 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 52 V JAPrVO ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des LJPA stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann dem Prüfling gestattet werden, wenn das Vorliegen eines Härtefalls nachgewiesen wird und es hinreichend aussichtsreich erscheint, dass die Prüfung dann bestanden wird. 

 

Schleswig- Holstein

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in ein 4 Monate dauernden Ergänzungsvorbereitungsdienst eingegliedert, wo er gezielt auf die Prüfung vorbereitet wird.

Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von 600 € erhoben. Die Prüfung läuft dann über das gemeinsame juristische Prüfungsamt in Hamburg.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann einen Antrag bei dem gemeinsamen juristischen Prüfungsamt in Hamburg stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann im Einzelfall gestattet werden, wenn der Prüfling einen Härtefall nachweist, der zum Nichtbestehen geführt hat. Außerdem müssen vorab 15 Klausuren geschrieben und mit mindestens 5 Punkten bestanden werden!

 

Thüringen

Wiederholungsversuch: Wer durch das 2. Examen durchfällt, dem steht ein kostenloser zweiter Versuch zu. Hierzu wird der Prüfling in einem Ergänzungsvorbereitungsdienst von bis zu 13 Monaten gezielt vorbereitet. Währendessen wird die Unterhaltsbeihilfe fortbezahlt.

Verbesserungsversuch: Auch wer das 2. Examen beim ersten Anlauf besteht, kann die Prüfung wiederholen und versuchen, seine Note zu verbessern. Hierzu wird eine Verwaltungsgebühr von ca. 500 € erhoben.

3. Versuch: Wer auch durch den Wiederholungsversuch fällt, kann nach § 52 II JAPO ein „Gnadengesuch“ bei dem Präsidenten des LJPA stellen. Eine nochmalige Wiederholung kann gestattet werden, wenn der Prüfling in einem der Versuche mindestens 3,3 Punkte erreicht hat, das Vorliegen eines Härtefalls nachgewiesen wird und es hinreichend aussichtsreich erscheint, dass die Prüfung dann bestanden wird. 

 

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